Die Technische Universität Braunschweig hat jüngst Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht. Es ging darum, den sympathischsten Fußballverein Deutschlands zu ermitteln. Dass der SC Freiburg als Sieger hervorging, war dabei nicht die große Überraschung. Neben der soliden sportlichen Arbeit und dem wunderbar menschlichen und sympathischen Trainer Christian Streich, ist es auch das Umfeld, das scheinbar viel dafür tut, dieses sympathischen Ruf zu verteidigen.

 

„Wir 'mögen' den VfB Stuttgart nicht besonders. Ist so eine Baden-Schwaben-Geschichte. Das Problem ist nur, dass der (schwäbische) VfB den (badischen) KSC nicht ab kann und uns gar nicht als Feind wahrnimmt. Als würden wir denen immer gegens Bein treten wollen und die juckt das gar nicht“, so die Antwort von Chris, Macher von SC Freiburg Filmplakate, auf die Frage nach vermeintlichen Fan-Feindschaften.

 

Seit 2014 ist Chris besonders kreativ in Sachen Spieltagsankündigung. „Ein Kumpel hat mir mal vor einem gegenseitigen Aufeinandertreffen in der Bundesliga ein Cover geschickt von dem Film '300'. Auf der Kriegerbrust hat er mit Paint das BVB-Logo gemalt. Da habe ich gedacht: 'Das kann ich besser!' und habe Streichs Kopf drauf gesetzt. Das ging erstaunlich einfach und daraufhin habe ich weiter gemacht. Mit der Zeit wurde ich immer besser und die Sache immer größer.“

 

300

 

Der Ehrgeiz hatte Chris gepackt. „Ich habe nur ein einziges mal keins gemacht und das fuchst mich im Nachhinein schon arg. Sonst zu jedem Spiel.“ Dieses Jahr macht er die 5 Jahre voll. Und die Arbeit erntet Anerkennung. Inzwischen haben Sky, Sport1, der SWR, Arnd Zeigler oder auch 11Freunde seine Arbeit geteilt.

 

„Ich versuche tatsächlich das Licht, welches der SC auf die Liga wirft bei den Covern zu beachten bzw. noch zu verstärken, indem ich die Gegner in der Regel auch Spaß daran haben lasse.“ Und das gelingt ihm. Neben positiven Feedback bei seinen „Fans“ gab es auch schon reichlich Reaktionen seitens des Vereins. „Als ich mal für Julian Schuster 'Julian allmächtig' gemacht habe, hat der mir danach mal berichtet, er wurde dafür im Training wochenlang gemobbt. Aber das konnte er ab. Auch in der WhatsApp-Gruppe der Mannschaft würden die Cover regelmäßig landen, erzählte Freiburgs Nummer Eins Alexander Schwolow mal.“

 

Julian allmächtig

 

Und selbst ehemalige Spieler, wie zum Beispiel Karim Guede, der inzwischen bei Sandhausen spielt, verfolgen die Arbeit von Chris bis heute, wie der kreative SC-Fan erzählt.

 

Im Gespräch mit CCK fallen uns dann auch viele Dinge ein, aus denen man Geschichten rund um die heutige Begegnung hätte stricken können. Zum Beispiel die jeweiligen Maskottchen – immerhin ein Aufeinandertreffen von Füchsen und Störchen (aus Kieler Sicht kann man allerdings dankbar sein, dass dieses 'Motiv' nicht gewählt wurde.). Und auch die Tatsache, dass an diesem Abend ein absoluter Sympathiegipfel steigt. Liegt unsere KSV in der eingangs erwähnten Umfrage schließlich auf Platz zwei hinter dem SC Freiburg. Ein echtes 'Match der Herzen' also.

 

Unsere Sympathien für den heutigen Gegner sind nach dem Gespräch auf jeden Fall weiter gestiegen. Und selbstverständlich nehmen wir die Rose von Christian Streich gerne an. ;)

 

Kiel will

 
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