Nach vielen tausend Kilometern, hunderten Stadien und mindestens ebenso vielen Würsten, Nackensteaks und anderen kulinarischen Highlights rund um den Fußball, haben wir beschlossen, ganz nach Vorbild von Non-League Chips "back to the roots" zu gehen. Und zwar mit einem Sammelsurium von absolut delikaten Stadiongedecken, außergewöhnlichen Angeboten und Ausreißern nach unten. Und Ihr dürft dabei mitmachen. Ihr wart beim Fußball und habt DIE Wurst schlechthin gehabt? Das beste Nackensteak gibt es bei Eurem eigenen Verein? Habt Ihr Geheimtipps für die breiteste Versorgungspalette? Oder seid Ihr sogar auf eine absolute "Brätkatastrophe" gestoßen? Dann her damit. Schickt uns ein Foto Eurer Entdeckung. Dazu der Preis, Portionsgröße (aufsteigend 1-10) und Geschmack (aufsteigend 1-10) sowie ein Satz zum Gesamturteil an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Wir freuen uns auf Eure Beiträge. 

 

 

 

 

Braadworst

Preis: 4,- Euro
Portionsgröße: 8
Geschmack: 8

 

In der friesischen Stadt Leeuwarden gibt es leckere "Braadworst". Zusammen mit Zwiebeln kommt der Happen "van de Bakplaat" mit "Curry"(-ketchup) ins Burgerbrötchen. Fazit des Testers: Habe in Stadien schon wesentlich schlechter gespeist! 

 


Feuerwurst

Preis: 3,20 Euro
Portionsgröße: 7,5
Geschmack: 7,5

 

Während die Versorgung im Gästeblock etwas Anlaufschwierigkeiten hatte, gab es auf der Haupttribüne auch schon deutlich vor dem Spiel Gegrilltes. Eine typische Spezialität im den Stadien des Südwestens der Republik (warum eigentlich nur da?) ist die Feuerwurst. Die ist, wie der Name es vermuten lässt, wirklich pikant, allerdings nicht so dermaßen auf die zwölf wie der Kollege aus Mainz. Obwohl die Wurst vorher in der Fettwanne geschwommen hat, ist sie recht gut gegrillt. Auch das Brötchen ist knusprig. Wer es ein bisschen schärfer mag, ist also gut aufgehoben.

 

 

 

Sorvete calabaceira (Eis am Stiel aus Baobabsaft)

Preis: 30 Escudos (ca. 0,30€)
Portionsgröße: 5
Geschmack: 8

 

Auf Santiago, der Hauptinsel der Kapverden, befindet sich in der Hauptstadt Praia das Estádio da Várzea, das von mehreren Vereinen der Insel genutzt wird. Im Rahmen eines Spiels der Campeonato Santiago Sul zwischen Bairro und Desportivo machte ich auch hier mal Halt. Gleich nach dem Eingang befindet sich innerhalb der Tribüne eine kleine Snack-Bar, die aber außer einer kleinen Auswahl an alkoholfreien Erfrischungsgetränken (kein Bier!) nichts anzubieten hatte. Die gastronomische Versorgung übernahmen einmal mehr die fliegenden Händler, welche abwechselnd die Tribüne auf- und ablaufen. Neben den nicht unüblichen Erdnüssen und Schmalzgebäck, kam ich diesmal in den Genuss einer ganz besonderen Spezialität: Eis am Stil aus Baobabsaft. Die Frucht des Affenbrotbaums (Baobab) wird hier ebenso wie die Hibiskuspflanze (Bissap) zur Gewinnung eines schmackhaften Saftes genutzt - ähnlich wie auch beim kontinentalen Nachbarn Senegal. Zu Speiseeis verarbeitet (sprich eingefroren und mit Stil versehen) hatte ich diese Leckerei bislang noch nicht verkostet. Es war also meine Premiere - und diese war durchaus erfrischend.

 

Ćevapčići im Brötchen

Preis: 5,- EUR
Portionsgröße: 6
Geschmack: 6

 

Am Hertzbergplatz beim Berliner Landesligisten 1. FC Novi Pazar 95 (vormals 1. FC Neukölln) werden - wie sollte es bei einem bosnisch-serbisch geprägtem Verein auch anders sein - herzhafte Cevapcici vom Holzkohlegrill angeboten. Mit frischem Fladenbrot gereicht, garniert mit rohen Zwiebeln und Chillipulver, stellt das durchaus eine willkommene Abwechslung zum gängigen Bratwurst- und Bulettenmenü dar. Der stolze Preis von 5 Euro, der für eine Portion mit 5 Stück aufgerufen wird, schmälerte das Vergnügen ein wenig. Aber die Tatsache, dass am Ende anstelle von Ajvar noch Ketchup der Kaufland-Eigenmarke darüber gekippt wird, führt leider zu einem klaren Punkteabzug. Schade darum und vor allem völlig unnötig. Zu trinken gab es wahlweise Beck‘s oder Heineken aus der 33cl Glasflasche(!) für den Champions-League-Preis von 3 Euro. Sowohl die Bierauswahl, deren Dareichungsform und der happige Verkaufspreis sind zumindest für Berlin ungewöhnlich. Und das übrigens „ohne Pfand, denn wir sind ja kein Spätkauf“.

 

 

 

 

 

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Ćevapčići im Brötchen

Preis: 3,- EUR
Portionsgröße: 9
Geschmack: 8

 

Wenn der Name Croatia in einem Vereinsnamen auftaucht, besteht selbstredend immer die Hoffnung auf landestypische Verköstigung. Dass der erste Blick bei Betreten des Sportplatzes einen Holzkohlegrill im Aufwärmprozess sah, gab dieser Hoffnung weitere Nahrung.

 

Zur Halbzeitpause war es dann soweit und das kulinarische Angebot wurde näher betrachtet. Es gab die klassische Bratwurst, aber auch gegrillten Mais, Steaks und Cevapcici. Für diese entschied ich mich letztendlich auch. Die kleinen Hackfleischröllchen waren selbstgemacht und fünf von ihnen wanderten ins Brötchen. Durch die Zubereitung über der Holzkohle waren sie außen schon kross und mit dem typischen "Grill-Aroma" versehen, innen aber noch schön saftig.

 

Die zwei Punkte Abzug gibt es für das nicht so tolle Brötchen (gewünscht hätte ich mir hier krosses Fladenbrot) und die mäßige Auswahl an Sauce. Es gab lediglich Senf und Ketchup, mein erhofftes Ajvar konnte ich leider nicht erblicken.

 

Nichtsdestotrotz gibt es ein riesen Kompliment an den Verein für die Auswahl vom Grill. So mancher Oberligist könnte sich davon noch eine dicke Scheibe abschneiden.

 

Danke an Kloppo von der Zebraherde.

 

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