Salmtalstadion, 11. August 2019, Endstand 0:6

 

Am Tag der Auslosung hatte es auf beiden Seiten auch enttäuschte Gesichter gegeben. Beim FSV Salmrohr hatte man sich für die erste Runde im DFB-Pokal einen größeren Namen, wie Bayern oder Dortmund gewünscht – und auch im Lager der Holstein-Fans gab es sicher einige, die auf etwas anderes gehofft hatten, als den einzigen Sechstligisten im Lostopf. Die Ansetzung an einem Sonntag war dann auch nicht wirklich optimal für eine Auswärtstour von dieser Distanz.

 

rotzdem gab es auch etliche Kieler, die genau dieses Partie feierten. Die Reise ins Salmtal sollte so etwas wie ein Ausflug in noch gar nicht so lange vergangene Regionalliga-Zeiten werden. Holzbänke, Flatterband, Kuchen und die Wurst im Brötchen für zwei Euro – das alles gepaart mit einer freundschaftlich-entspannten Atmosphäre ergaben ein Wohlfühl-Gefühl, in dem ganz viel „alter Fußball“ enthalten war.

 

stadion

 

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Auch der Anblick des Salmtalstadions löste bei einigen Auswärtsfahrern nostalgische Gefühle aus. Erinnert der Bau mit der überdachten Haupttribüne und den Betonstufen doch ein wenig an das alte Holstein-Stadion. Und immerhin gab es hier in der Saison 1986/87 auch schon Zweitliga-Fußball zu sehen. Bekannte Namen aus dieser goldenen Ära im Salmtal: Klaus Toppmöller, Edgar Schmidt oder Wolfgang Kleff.

 

Auf einen schleswig-holsteinischen Vertreter traf Salmrohr bereits einmal im DFB-Pokal (1989/90 setzte sich der TuS Hoisdorf mit 3:1 gegen die Rheinländer durch), zwischen Holstein und dem FSV war es hingegen das erste Aufeinandertreffen. Dafür hatte die Fanszene das Motto „Sommer, Sonne, Holstein Kiel“ ausgegeben. Ein Motto dem, das Wetter mal ausgenommen, erfreulich viele KSV-Supporter folgten.

 

 

Hawaiihemden, Fischerhüte und Plastikflamingos grüßten aus dem Gästeblock. Ein gelungener Auftritt, für den sich auch noch André Schubert nach dem Spiel bedanken sollte.

 

sommersonne

 

schubert

 

 

Auf dem Feld ging es etwas zäher los, als auf den Rängen. Holstein tat sich zunächst schwer, den Ball über die Linie zu bringen. Zusätzlich konnte sich der Keeper der Hausherren, Tim Kieren, mit seinen Paraden das ein oder andere Mal auszeichnen und erhielt vom Heimpublikum den verdienten Applaus. In der Offensive herrschte beim FSV lange das Prinzip Hoffnung, vielleicht einmal per Zufall eine Chance zu bekommen – wirkliche Möglichkeiten gab es allerdings keine. Bei den Störchen konnte Makana Baku den Ball mit einem trockenen Schuss nach 39. Minuten ins Netz befördern. Knappe Führung zur Halbzeit also.

 

einszunull

 

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Nach dem Seitenwechsel lief der Ball dann flüssiger durch die Holsteiner Reihen. Mit einigen wirklich sehenswerten Schüssen wurde die Führung immer weiter hochgeschraubt. Weitere Tore von Baku (65./76. Minute), Jae-Sung Lee (54.), David Atanga (63.) und Finn Porath (88.), sorgten am Ende dann doch für einen mühelosen und verdienten 6:0-Sieg. Runde zwei kann kommen. Wunschgegner gibt es sicher so viele, wie Mannschaften im Wettbewerb.

 

hauke

 

In der Liga steht am Sonntag erst einmal das Heimspiel gegen den Karlsruher SC an – eine Partie die es so auch schon einmal im DFB-Pokal gab - die Älteren werden sich erinnern.

 

P.S. Gute Besserung an den verletzen Holstein-Fan.
P.P.S. Ruhe in Frieden, Lothar!

 

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