Start Holstein Spielberichte ab 2012 Der Lenker von Dortmund oder "Ein Hoch auf Kloppos Busfahrer..."
Der Lenker von Dortmund oder "Ein Hoch auf Kloppos Busfahrer..."
Geschrieben von: Frauke   
Montag, den 06. Februar 2012 um 21:14 Uhr

 

Da schweben Sie ein, die Bundeligastars. Knapp 60 km bzw. rund 15 Minuten vor Kiel sieht man die Scheinwerfer der kleinen Propellermaschine, eine Dash 8-300 mit 40 Plätzen an Bord. "Alle belegt" laut einem von rund 7 Verkehrsdienstleistern des Flughafens Kiel-Holtenau. Im selben Gespräch erfährt man, dass unser Achtelfinalgegner, der FSV Mainz 05 ebenfalls hier landete. Auch andere mehr oder weniger prominente Besucher Kiels kamen hier schon runter. Die bewegendsten der rund 16.000 – 17.000 Flugbewegungen pro Jahr sind aber die Ambulanz- und Organflüge erzählt er.

 

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Doch zurück zu dem Dortmundern. Wer am Flughafen in Kiel-Holtenau aussteigt ist noch lange nicht am Hotel. Hier können sich Schwarz-Gelben aber auf eine der vielen guten Seelen, die im Hintergrund tätig sind verlassen. Nach gut 430 Kilometern gen Norden sammelt der Dortmunder Busfahrer Christian Schulz unseren Viertelfinalgegner bei gefühlten -20° C direkt auf dem Rollfeld ein. Doch vorher nimmt er sich noch die letzten 15 Minuten bis zur Landung Zeit, für ein spontanes Interview mit Calcio Culinaria Kiel.

 

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CCK: Hallo Herr Schulz, was war Ihr erster Gedanke, als das Los Holstein Kiel gezogen wurde?

 

C.S. : Als Fan war der erste Gedanke: „Das sieht doch gut aus fürs Halbfinale.“, als Busfahrer ist es aber eigentlich egal ob man nach Kiel fährt oder einfach nur bis zum Westfalenstadion. Es ist schon interessant, rumzukommen und Kiel ist ja auch eine schöne Stadt.

 

CCK: War es für Sie persönlich denn die erste Tour nach Kiel, oder sind Sie schon mal hier gewesen?

 

C. S. : Ich durfte schon mal die Amateure nach Kiel fahren. Aber das ist schon etwas her, das war zu Zeiten der Regionalliga.

 

CCK: Als Busfahrer fährt man den Jungs ja immer hinterher, während die meisten bequem und schnell mit dem Flieger reisen. Kommt da manchmal ein wenig Neid auf?

 

C. S. : Nein, ich bin mit Leidenschaft Busfahrer. Dieses Jahr bin ich sogar mit dem Bus runter nach Spanien ins Trainingslager hinterhergefahren. Allerdings habe ich mir die Strecke mit einem Kollegen geteilt. Sonst wäre das ja auch ein bisschen lang gewesen.

 

CCK: Sie erleben die Jungs ja hautnah und haben auf den Fahrten sicher auch Gelegenheit, mal mit ihnen zu plaudern. Sehen die Dortmunder Jungs dem morgigen Spiel eher locker entgegen oder geht man mit gleichen Respekt wie gegen einen Bundeligisten ins Spiel?

 

C. S. : Die Jungs gehen jedes Spiel hochprofessionell an. Da ist es egal, ob man gegen Bayern, Freiburg oder eben Kiel spielt. Keiner nimmt das morgige Spiel locker, die bereiten sich schon mit dem nötigen Ernst vor.

 

CCK: Diese Möglichkeit ist natürlich verschwindend gering, aber was machen Sie, wenn Dortmund morgen verlieren sollte?

 

C. S. : Natürlich werde ich weiter Bus fahren (lacht). Nein, natürlich wären wir alle sehr enttäuscht. Ich bin ja in erster Linie auch Dortmund-Fan.


Nun wird an die Scheibe geklopft, der Flieger mit dem amtieren Deutschen Meister steht zur Landung an.

 

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CCK: Eine letzte Frage noch: Ihr Tipp?

 

C. S.: 3:1 für Dortmund.

CCK: Danke für das Tor!

 

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